Energieeffizienz
Energie mit einem hohen Wirkungsgrad einzusetzen sollte in Zeiten knapper werdender Ressourcen, aber auch im Hinblick auf die Ziele des Klimaschutzes zur Selbstverständlichkeit werden.
Am 14. März 2006 wurde im Rahmen eines Energiesonderministerrates der
EU, die Richtlinie für Endenergieefizienz und Energiedienstleistung beschlossen.
Die Mitgliedstaaten legten darin eine Senkung des Energieeinsatzes durch
Effizienzmaßnahmen
um 9% bis zum Jahr 2017 fest. Auf Basis dieser Richtlinie müssen bis
2014 drei nationale Energieeffizienz-Aktionspläne ausgearbeitet und der
Kommission vorgelegt werden. (Quelle: http://www.umweltbundesamt.at)
Bereits drei Jahre früher (2003) hat die österreichische Bundesregierung
im Regierungsprogramm der XXII. Gesetzgebungsperiode ein sehr hochgestecktes
Ziel vorgegeben: Der spezifische Energieverbrauch (= Energieeinsatz pro
Einheit erwirtschaftetem BIP) soll bis zum Jahr 2010 um 1,6% jährlich
(im Durchschnitt) sinken. Die Steigerung der Energieeffizienz ist Teil der Österreichischen
Strategie zur nachhaltigen Entwicklung und Teil der Strategie Österreichs
zur Erreichung des Kyotoziels (jeweils aus 2002). (Quelle: http://umwelt.lebensministerium.at)

Der Bruttoinlandsverbrauch stellt eine Schlüsselgröße der Energiebilanz dar. Er entspricht jener Energiemenge die zur Deckung des Energiebedarfes im Inland, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum, notwendig ist. Von 1985 - 2005 stieg der Bruttoinlandsverbrauch um 44% - isoliert betrachtet gewährt dieser Wert jedoch noch keinen Rückschluss zur Energieeffizienz. Erst bei Betrachtung der Energieintensität (relativer Energieverbrauch; BIP stieg im Zeitraum 1985 - 2005 um mehr als 60%) wird deutlich, dass im Beobachtungszeitraum von 1985 - 2005 eine Verbesserung der Effizienz erreicht wurde - die Energieintensität fiel um ca. 12% (Quelle: www.nachhaltigkeit.at/strategie/pdf/indikatorenbericht). Österreich hat sich mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie ein Ziel gesetzt, dass über das zu erwartende Maß hinausgeht (minus 1,6% jährlich).

Beim Energieeinsatz nach Energieträgern ist die Dominanz fossiler Träger
noch immer unübersehbar - rund 2/3.
2000 Watt Gesellschaft
Die Technische Hochschule Zürich hat ermittelt, dass eine nachhaltige Energieversorgung der Menschheit mit dem Energieverbrauch von ca. 2000 W/pro Erdenbürger möglich ist. Dies entspricht auch dem weltweitem Durchschnitt. Der Energieverbrauch in Österreich liegt derzeit (2004) bei 6000W/EW, in den USA bei 10.000 W/EW, in Indien und China bei einigen 100 Watt/EW.
Durch intelligenten Einsatz von modernen, effizienten Technologien kann der heutige Lebensstandard in Österreich auch leicht mit 2000 W ermöglicht werden.
Weiterführende informationen:
http://www.ove.at/infozone/var1.php?newsID=6824
http://www.basel.ch/de/basel/stadtentwicklung/2000-watt-gesellschaft.html
Nachhaltige Energie für Europa
Die nachfolgende website gibt einen guten Überblick über die Aktivitäten
der Europäischen Kommission zur Förderung der Erneuerbaren Energien
und der Energieeffizienz.
http://www.sustenergy.org/tpl/page.cfm?pageName=home
Weiterführende Informationen zum Thema "Energieeffizienz" und Beispiele für "Energieeffiziente Maßnahmen":
- Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden – Rechnet sich das?
- Thermische Sanierung „Schule Paulusgasse“, 1030 Wien durch Energie-Einsparcontracting
- Thermische Sanierung Wohnhausanlagen „Daungasse, Asperngasse, Wagner-Biro-Strasse“, Graz